Lernen sichtbar machen

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Als ich Ende 2011 den Artikel „Visible Learning” verfasste, war ich zugegebenermaßen eher skeptisch, inwieweit die Ergebnisse der Hattie-Studie auf die pädagogische Landschaft in Deutschland einwirken würden, glaubte, einen eigenen Beitrag dazu leisten zu müssen. Heute, gut zwei Jahre später, muss ich zugestehen, dass diese Skepsis unberechtigt war: Niemand mehr in Deutschland, der sich mit Pädagogik – gleich auf welcher Ebene – beschäftigt, kommt an Hattie vorbei. Welch ein Glück, meine ich, ein Anfang ist gemacht!
Und recht viel hat sich getan:
Die deutsche (und überarbeitete) Übersetzung „Lernen sichtbar machen” ist erschienen, ebenso das weitere Werk von Hattie „Visible Learning for Teachers” (die deutsche, wiederum überarbeitete Übersetzung ist für Ende Januar 2014 avisiert).
Und in den Medien wie auch im Internet ist und wird das sehr reichhaltig thematisiert. Auf der Internetseite Visible-learning.org sind wichtige Veröffentlichungen sehr gut dokumentiert und verlinkt. Und das Portal lernensichtbarmachen.net ergänzt die deutschsprachige Ausgabe (mit einem „Wiki, Newsletter und Korrigenda”, wie auf visible-learning.org zu lesen ist).
Es erübrigt sich also, diese für jedermann zugängliche Reichhaltigkeit durch weitere Materialien etc. zu ergänzen.

Ein Anfang ist gemacht!
Mehr aber auch nicht, möchte ich hinzufügen. Denn es stellt sich die entscheidende Frage, wie das denn in die „Schulstuben”, in die tägliche Unterrichtspraxis und in die Lehrerausbildung hineinzubringen sei. Zu dieser Frage möchte ich mir einige Ausführungen erlauben,... und ich möchte sie mit der, wie ich meine, treffenden Schlagzeile „Brandbrief” überschreiben.
Ein Brandbrief meint einen „flammenden” schriftlichen Appell, der Missstände oder Defizite aufzeigt oder anprangert.