Leistungsmessung

Leistungsmessung

Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung sind in allen Bereichen, sei es in der Schule oder in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung, nach wie vor ein überaus gewichtiges Feld im Qualifikationsprofil von Lehrkräften und Ausbildenden.

Die Wissenschaft hat unzählige Erkenntnisse erschlossen, jedoch klafft die Schere zwischen Theorie und Praxis eklatant auseinander. Die hier eingestellten Beiträge sollen Anregungen geben und Hilfen bieten für die Praxis.

Vorgesehen (°) respektive bereits eingestellt () sind Beiträge zu folgenden Themen:

 Leitfaden zur Leistungsmessung
Neu: Unter den Anhängen finden Sie eine PowerPoint-Präsentation zu Grundbegriffen der Leistungsmessung.
Neu: Unter den Anhängen finden Sie des Weiteren eine verbesserte Version von "Durchschnitte auto berechnen" (Dateiname: Zeugnisnoten.xlsx) zur Erfassung Ihrer Noten, der Information über aktuell sich daraus ergebende Schnitte und der Festlegung der Zeugnisnoten.
 Punkte in Noten transformieren (Tabellenblatt)
 Aufgabenanalyse
 Anmerkungen zur Epochalnote
 Beurteilung mikroskopisch oder makroskopisch (in der Ausbildung von Lehrkräften)
 Gegen die Mathematik
° Beurteilung von Lehrkräften (in der Ausbildung) finden Sie unter  Lehrerausbildung

Leitfaden zur Leistungsmessung

Kompendium Leistungsmessung

Ein Arbeitstext zur Leistungsmessung in Schule und Unterricht
nebst Anlagen

In diesem praxisorientierten Aufsatz werden zunächst grundlegende Sachverhalte dargelegt, so z. B. die Definition des Begriffs „Leistungsmessung”, es werden norm- und kriteriumsorientierte Leistungsmessung gegenüber gestellt sowie die Testgütekriterien und die Aufgabenanalyse betrachtet. Es wird der Frage nachgegangen, wie eine Punkteverteilung, u. a. mit Hilfe der „Standardabweichung”, in Noten transformiert werden kann, dies an praktischen Beispielen. Ein Vielzahl von praktischen Tipps und Hinweisen schließt sich an.

Zur Transformation einer Punkteverteilung in Noten sei hingewiesen auf das ebenfalls auf dieser Homepage eingestellte Tabellenblatt, mit Hilfe dessen dies automatisiert bewerkstelligt werden kann (siehe „Transformation in Noten” unter dem Menüpunkt „Leistungsmessung”).

Des Weiteren ist nachstehend ein Dokument eingestellt, in dem „Impulskarten” zur Verfügung gestellt werden als Anregung zur Diskussion relevanter Sachverhalte.

Außerdem können Sie Tabellenblätter (im Excel-Format) downloaden zur Berechnung von Durchschnitten, in denen zum einen die Problematik der Durchschnittsberechnung verdeutlicht wird, zum anderen dies automatisiert durchgeführt werden kann.

Weiterhin ist eine Powerpoint-Präsentation beigefügt zu Grundbegriffen der Statistik/Leistungsmessung.

Last but not least gibt es noch eine Excel-Datei zum Eintrag aller Noten und der Ermittlung der Zeugnisnoten.

Transformation in Noten

Wie werden Punktwerte in Noten transformiert?

Diese Frage ist in meinem Artikel „Leitfaden zur Leistungsmessung” abgehandelt, dessen vorherige Lektüre ich empfehle.
Hier wird Ihnen ergänzend dazu ein Excel-Tabellenblatt zur Verfügung gestellt, mit Hilfe dessen Sie die Punktwerte eines Tests (Klassenarbeiten, schriftliche Überprüfungen, ...) in Noten tranformieren können, dies auf der Grundlage der Standardabweichung als Messlatte. Alternativ ist auch die Verwendung einer festen Prozenttabelle im Angebot.

In dem Tabellenblatt geben Sie die erzielten Punktzahlen ein, Punktdurchschnitt und Standardabweichung werden errechnet und es wird eine Notenzuordnung erstellt, indem dem Punktdurchschnitt die Note 3,5 zugeordnet wird und die Notenintervalle entsprechend der Standardabweichung gesetzt werden. Bei Bedarf können Sie sodann die dem Punktdurchschnitt zugeordnete Note variieren sowie die Notenspannen durch Streckung oder Stauchung vergrößern oder verkleinern.

Das vorstehend beschriebene Tabellenblatt ist auf 35 Probanden limitiert. Wegen der Nachfrage im Zusammenhang mit Vergleichsarbeiten habe ich in einem zweiten Tabellenblatt eine Erweiterung auf 150 Probanden eingestellt.

Für Rückmeldungen zur fehlerfreien Funktionalität des Tabellenblattes (im Excel 97-2003 Kompatibilitätsmodus) sowie Anregungen wäre ich dankbar. Benutzen Sie den Link „Kontakt”.

Aufgabenanalyse

Die Analyse der Aufgaben mit den Elementen „Schwierigkeitsgrad” und „Trennschärfe” sind wichtige Elemente objektiver Leistungsmessung.
Diese Sachverhalte sind in meinem Artikel „Leitfaden zur Leistungsmessung” ausführlicher abgehandelt; die vorherige Lektüre empfehle ich.

Hier wird Ihnen ergänzend ein Excel-Tabellenblatt zur Verfügung gestellt, mit Hilfe dessen Sie im Zuge der Korrektur sowohl den Schwierigkeitsgrad als auch die Trennschärfe kalkulieren können.
Für die Trennschärfe erfolgt (so, wie man das im vergangenen Jahrhundert machte) die Einteilung der Probanden in eine Obergruppe (die Leistungsstärkeren) und eine Untergruppe (die Leistungsschwächeren) dynamisch aus den aktuellen Testergebnissen (O/U-Verfahren).
Im moderneren Verfahren wird zur Bestimmung der Trennschärfe einer Aufgabe die Korrelation derselben mit dem restlichen Testergebnis bestimmt (Verfahren Korrelation zum Rest).
Das Tabellenblatt enthält des Weiteren eine Berechnung des Korrelationskoeffizienten zweier Testhälften (ungerade und gerade Aufgabennummern), um daraus die Reliabilität auf zeitgemäße Weise beurteilen zu können (Split-Half-Reliabilität).

Mithilfe der Option „Klon“ können Sie nachträglich die Gewichtung jeder Aufgabe verändern, um alle Aufgaben (losgelöst von der Anzahl der internen Lösungsitems) entsprechend dem Schwierigkeitsgrad untereinander ins rechte Verhältnis zu setzen.

Des Weiteren können Sie die Notenzuweisung vornehmen, und zwar wahlweise
+ mit Mittelwert und Standardabweichung
+ mit Median und mittlerer Abweichung vom Median (median deviation)
+ mit einer einstellbaren fixen Prozenttabelle

In der Excel-Tabelle ist eine Bedienungsanleitung (Lies mich) integriert, so dass auch Nutzer ohne Kenntnisse in Excel diese problemlos handhaben können – so hoffe ich zumindest.

Die Datei umfasst auch den vollen Funktionsumsfang der Dateien „Transformation in Noten“, die nicht mehr gebraucht werden, wenn Sie mit der Aufgabenanalyse arbeiten.

Anmerkungen zur Epochalnote

Weder Überraschungsei noch Duftnote

Epochalnoten sind wichtige Instrumente in der Beurteilung von Schülerleistungen. Dies insbesonndere auch deshalb, weil der dynamische Aspekt der Leistung berücksichtigt werden kann [im Unterschied zu vielen anderen Bewertungen, die statisch den jeweiligen „status quo” in den Blick nehmen]. Auch kann ob des individuellen Bezugs die intrasubjekte Norm [in der Sprache der früheren Pädagogik: pädagogische Zensur] in vielen Facetten Berücksichtigung finden.

Dem Aufsatz ist ein Anhang beigefügt, in dem die Umsetzung von Registrierungen in Form von Plus, Null und Minus in eine Note durchgeführt ist. Dazu gibt es auch eine Tabellenkalkulation zum Download (Excel-Datei .xlsx), mit Hilfe derer dies automatisiert realisiert werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Die Epochalnote, geliebt und gehasst? – Lesenswertes zur Epochalnote – Vorschläge zur Praxis – Quantifizierung von Plus/Null/Minus – Und was kann bewertet werden? – Für welchen Zeitraum? – Anhang: Umsetzung von Registrierungen in eine Note
(4 Seiten plus Anhang)

Beurteilung – mikroskopisch oder makroskopisch?

(reduzierte und veränderte Fassung eines Aufsatzes, veröffentlicht in: Seminar – Lehrerbildung und Schule. Hrsg. BAK. Heft 1/1996)

In diesem Beitrag wird die geübte Praxis dargelegt, auf welche Weisen und mit welchen Strategien Beurteilende zu einer Bewertung von sehr komplexen Leistungen [wie Lehrproben, Hausarbeiten, mündliche Prüfungen usf.] üblicherweise gelangen.

Die beschriebenen Bewertungsstrategien werden als „mikroskopisch” bzw. „makroskopisch” bezeichnet, sie werden als wenig geeignet eingestuft, und es wird stattdessen für eine mittlere Komplexität plädiert.

Inhaltsverzeichnis

Beurteilung, ein Stiefkind allerorten – Der Wahrheit auf der Spur? – Mikro- oder makroskopische Beurteilung? – Die „Strategie mittlerer Komplexität” bei mündlichen Prüfungen – Über das Huhn und das Ei und die Mathematik – Quantifizierungen
(7 Seiten)

Gegen die Mathematik

Titel: Appelle eines Mathematikers gegen die Mathematik
Untertitel: ... bei der Notengebung und der Ermittlung von Zeugnisnoten

In diesem Beitrag werden von Lehrkräften praktizierte Strategien bei der Notengebung und der Ermittlung von Zeugnisnoten kritisch beleuchtet. Es wird appelliert, der Mathematik nur den Stellenwert zuzugestehen, der ihr zukommt, nämlich jener einer Hilfsfunktion bei der pädagogischen Entscheidung über Noten.

Anmerkung:
Dieser Aufsatz wurde bereits in „Realschule in Rheinland-Pfalz”, Heft 2/1996 veröffentlicht. Die hier eingestellte Fassung 2015 ist demgegenüber aber nur geringfügig modifiziert.
Nach wie vor sind die hier thematisierten Sachverhalte brandaktuell; die Mathematik feiert gar zunehmend „fröhliche Urständ”. Mehr denn je wird hochgerechnet, runtergerechnet, umgerechnet, von Computern numerisch ausgewertet, es werden Rankings erstellt und Korrelationen berechnet usf., und das mit Basisdaten, die häufig über das (Mess-)Niveau von Schätzungen nicht hinauskommen.
Wie sehr wünsche ich mir manchmal den Schulmeister des letzten Jahrhunderts zurück, der, ohne jede Aufzeichnung, am Ende de Schuljahres sagte: „Hans, du kriegst eine drei im Zeugnis”, ... und Hans war froh, denn es stimmte!

Inhaltsverzeichnis

Ein Blütenmeer – Gewichtung von erstem zu zweitem Halbjahr – Die angeblich so genaue Mathematik ist problematischer als man denkt – Ist doch sonnenklar: „3,46 ist 3!” – „Gerecht ist: 3 minus ist gleich 3,25!” – „Eine Epochalnote zählt doch mehr als ...” – Das Heft nicht aus der Hand geben
(7 Seiten)