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Die Ameise und das Reiskorn

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Alle Beiträge, gleich aus welcher Kategorie oder Sparte, stehen unter der Leitlinie „Aus der Praxis für die Praxis”. Sofern es sich um Lernsequenzen handelt, sind diese – genetischen Prinzipien folgend – konsequent auf Selbsttätigkeit der Lernenden ausgerichtet und bemühen sich durchweg, die Schülerinnnen und Schüler „dort abzuholen, wo sie sind” (ein viel zitierter Ansatz, jedoch ungemein schwer).

Zu letzterem Sachverhalt sei ein von Frau Professor Elsbeth Stern erzähltes Beispiel angeführt: «Wenn Sie 6-jährigen Kindern einen Haufen Reis zeigen und fragen, ob das etwas wiege, dann sagen sie ja. Wenn man ein Reiskorn herausnimmt und fragt, ob dieses etwas wiege, dann sagen sie nein. Dies ist ein fundamentales Misskonzept. Jetzt hatte eine Lernforscherin die gute Idee zu fragen, ob das Reiskorn etwas wiege, wenn man es einer Ameise auf den Rücken lege, dann sagen sie: „Ja, das wiegt was!” Daran sieht man, dass Kinder einen intuitiven Gewichtsbegriff haben, der gar nicht so dumm ist, der sie in die Lage versetzt, in der Umwelt zu agieren. Lehrerinnen und Lehrer sind nur dann erfolgreich, wenn sie an das anknüpfen, was Schülerinnen und Schüler im Kopf haben!»
Aus einer Diskussion zwischen Frau Prof. Elsbeth Stern und Herrn Manfred Spitzer, abgedruckt in „Die Zeit, 28/2004”